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Udo Jürgens Lebensgefährtin und sein bewegtes Liebesleben

Ein Abschied mitten im Leben
Der österreichische Entertainer Udo Jürgens verstarb am 21. Dezember 2014 überraschend an Herzversagen während eines Spaziergangs in Gottlieben im Kanton Thurgau. Sein Tod kam zu einem Zeitpunkt, an dem er beruflich wie privat noch voller Pläne war. Eine neue Tournee stand bevor, ein frisch renoviertes Zuhause mit Blick auf den Zürichsee wartete auf den Einzug, und auch in seinem Privatleben schien sich ein neues Kapitel zu öffnen.
Die letzte Konzertreihe trug den Titel „Mitten im Leben“ – ein Name, der rückblickend beinahe symbolisch wirkt. Mit fast 80 Jahren war Jürgens weiterhin kreativ, aktiv und voller Energie. Sein Publikum in der Schweiz, Deutschland und Österreich durfte sich auf weitere Auftritte im Jahr 2015 freuen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.
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Michaela Moritz – Kollegin, Vertraute oder mehr?
Die Zusammenarbeit an seiner Biografie
Im Zentrum der Spekulationen über seine letzte Lebensgefährtin steht Michaela Moritz, bürgerlich Michaela Stadlbauer. Die Germanistin arbeitete mehrere Jahre eng mit Jürgens zusammen. Gemeinsam vollendeten sie seine autobiografische Erzählung „Der Mann mit dem Fagott“, die einen tiefen Einblick in sein Leben und seine Familiengeschichte gewährt.
Die Zusammenarbeit führte sie unter anderem nach Russland und Portugal, wo sie für das Buch recherchierten. Jürgens äußerte sich mehrfach bewundernd über ihr schriftstellerisches Talent. Besonders bewegten ihn ihre frühen Briefe, die sie ihm bereits als Jugendliche geschrieben hatte. Darin beschrieb sie offen die Sorgen und Hoffnungen junger Menschen – eine Ehrlichkeit, die ihn nachhaltig beeindruckte.
Gerüchte über eine Beziehung
Bereits seit Mitte der 2000er-Jahre kursierten Gerüchte über eine mögliche Liebesbeziehung zwischen den beiden. Öffentlich dementierte Jürgens diese Spekulationen zunächst und bezeichnete Moritz als wertvolle Kollegin. Doch in den letzten Monaten vor seinem Tod verdichteten sich Hinweise, dass sie ihm auch privat sehr nahestand. Medien berichteten, sie sei kurz vor seinem Tod bei ihm eingezogen.
Bei einer Preisverleihung erklärte Jürgens lediglich, er sei „wieder in guten Händen“. Weitere Details wollte er nicht preisgeben. Für viele Beobachter war klar: In seinem Leben hatte erneut eine Frau eine besondere Rolle übernommen.
Zwei Ehen und mehrere große Lieben
Ehe mit Panja Jürgens
1964 heiratete Jürgens das Model Erika „Panja“ Meier. Diese Ehe hielt 25 Jahre und brachte zwei gemeinsame Kinder hervor: John und Jenny. Panja galt als prägende Figur in seinem Leben und seiner Karriere. Dennoch gestand Jürgens später offen, in dieser Zeit kein einfacher Partner gewesen zu sein. Er beschrieb sich selbst als „schrecklichen Macho“ und räumte Untreue ein. Aus außerehelichen Beziehungen gingen weitere Töchter hervor.
Ehe mit Corinna Reinhold
1999 folgte die zweite Ehe mit Corinna Reinhold in New York. Das Paar lebte in der Schweiz, unter anderem in Zumikon bei Zürich. Die Beziehung dauerte sieben Jahre. Auch diese Ehe endete schließlich, doch Jürgens blieb zeitlebens ein Mann, der an die große Liebe glaubte – selbst wenn er sie mehrfach neu suchte.
Ein Zuhause am Wasser
Wasser spielte in seinem Leben eine besondere Rolle. Er liebte den Zürichsee und entschied sich, eine Villa im noblen Zumikon zu verlassen, um näher am See zu wohnen. Ein renoviertes Mehrfamilienhaus in Meilen sollte Anfang 2015 sein neues Domizil werden.
Die Nähe zum Wasser bedeutete für ihn Ruhe, Inspiration und Erdung. Trotz des Blicks auf die Glarner Alpen fehlte ihm am alten Wohnort das Element, das ihn innerlich ausglich: der See.
Der hoffnungslose Romantiker
Zahlreiche Begegnungen
Udo Jürgens war bekannt für seine große Anziehungskraft auf Frauen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden ihm zahlreiche Beziehungen und Affären nachgesagt, darunter Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen. Er selbst bezeichnete sich als hoffnungslosen Romantiker.
Er gab offen zu, dass er sich schnell verliebe – manchmal innerhalb von Sekunden. Für ihn war diese emotionale Offenheit kein Makel, sondern Teil seiner Persönlichkeit und seines künstlerischen Wesens. Seine Lieder, oft von Sehnsucht und Leidenschaft geprägt, spiegelten diese Haltung wider.
Nähe zum Publikum
Besonders wichtig war ihm die unmittelbare Nähe zu seinen Fans. Er beklagte sich später darüber, dass Sicherheitsvorkehrungen bei Konzerten immer strenger wurden. Früher hätten sich Fans nach den Auftritten direkt an seinen Flügel gelehnt oder ihn backstage besucht. Diese direkte Verbindung bedeutete ihm viel.
Die bewundernden Blicke, die Gespräche, die emotionale Resonanz – all das war für ihn Inspiration und Bestätigung zugleich. Seine Beziehung zu Frauen war nicht nur privat, sondern auch Teil seines öffentlichen Images als charismatischer Entertainer.

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Zwischen Ruhm und Sehnsucht nach Beständigkeit
Er war stolz auf seinen Erfolg – musikalisch wie privat. Doch in seinen späteren Jahren begann er, seinen Lebensstil zu hinterfragen. Der Wunsch nach einer dauerhaften, tiefen Verbindung gewann an Bedeutung.
Ob Michaela Moritz diese Rolle letztlich vollständig einnahm, bleibt Spekulation. Sicher ist jedoch: Bis zuletzt suchte Udo Jürgens nach Nähe, Inspiration und Liebe. Sein Leben war geprägt von Musik, Leidenschaft und einem unerschütterlichen Glauben daran, dass das Herz – trotz aller Erfahrungen – immer wieder neu schlagen kann.
