Iris Berben Schlaganfall – Rückkehr auf die Leinwand mit Stärke

Iris Berben Schlaganfall – Rückkehr auf die Leinwand mit Stärke

Iris Berben – Schauspielkunst trotz Schicksalsschlag


Ein Leben für Nachrichten – und die Bühne

Die 71-jährige Schauspielerin Iris Berben ist nicht nur eine der bekanntesten Gesichter im deutschen Fernsehen, sondern auch ein bekennender Nachrichtenjunkie. Kein Tag vergeht, ohne dass sie sich über das Weltgeschehen informiert – auch während Dreharbeiten. „Meine Nachrichtengewohnheiten sind fast zwanghaft geworden“, erzählt sie in einem Interview mit der dpa. Sie wolle einfach wissen, was auf der Welt passiert.

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Trotz ihres Schlaganfalls, über den öffentlich wenig bekannt ist, lässt sich Iris Berben nicht aufhalten. Sie bleibt aktiv, neugierig und engagiert. Für sie ist das Leben am Set wie eine „Blase“, aus der sie immer wieder ausbrechen will, um mit der Welt in Kontakt zu bleiben.

Iris Berben – Schauspielkunst trotz Schicksalsschlag

Triangle of Sadness“ – Eine besondere Rolle mit Tiefe

In Ruben Östlunds Film „Triangle of Sadness“, der mit der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, zeigt Berben eine beeindruckende Leistung: Sie spielt eine Frau, die nach einem Schlaganfall nur noch den Satz „In den Wolken“ sagen kann. Trotz dieser sprachlichen Einschränkung gelingt es ihr, mit Tonfall und Mimik starke Emotionen zu transportieren – von freundlich über ungeduldig bis verzweifelt.

Der Film feierte seine Deutschlandpremiere beim Filmfest Hamburg. Berben, gebürtige Hamburgerin, glänzt darin an der Seite von Sunnyi Melles. Der Regisseur lobte ihre Darstellung in höchsten Tönen.


Intensives Arbeiten mit Ruben Östlund

Die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Regisseur beschrieb Iris Berben als herausfordernd, aber bereichernd: „Sogar kleine Szenen brauchen einen ganzen Tag. Es sind bis zu 70 Takes nötig – das habe ich in über 50 Jahren so noch nicht erlebt.“

Berben kannte Östlunds frühere Werke bereits, insbesondere „The Square“. Als sie die Rolle angeboten bekam, sagte sie sofort zu: „Ich wusste, dass das eine große Chance ist.“


Karrierebeginn & Rebellion: Der frühe Weg zur Schauspielerei

Bereits mit 17 Jahren drehte Berben ihre ersten Kurzfilme an der Hamburger Kunsthochschule. Die klassische Ausbildung ließ sie hinter sich – Internatsschulen unter Nonnenführung empfand sie als beengend und rückständig. Dreimal flog sie von solchen Schulen.

In den späten 1960er-Jahren zog sie nach München, drehte Italo-Western, Edgar-Wallace-Krimis und spielte in TV-Produktionen wie „Zwei himmlische Töchter“ oder „Das Erbe der Guldenburgs“. Ihre bekannteste Rolle übernahm sie ab den 1990er Jahren in der Krimiserie „Rosa Roth“ (ZDF), in der sie 31 Folgen lang ermittelte.

Karrierebeginn & Rebellion: Der frühe Weg zur Schauspielerei

Komödie als Königsdisziplin

Berben ist eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen, die sich gleichermaßen im Fernsehen, Kino und Theater behaupten konnte. Ob dramatisch, politisch oder humorvoll – sie beherrscht alle Facetten. „Komödie ist immer noch die Königsklasse“, sagt sie selbst. Tränen hervorzurufen sei einfacher als Lachen – eine Weisheit, die sie über Jahrzehnte verinnerlicht hat.

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Neues Projekt: „Die Nachname“

Nach dem erfolgreichen Film „Der Vorname“ folgt nun die Fortsetzung „Die Nachname“, die ab dem 20. Oktober im Kino läuft. Das Werk spielt erneut mit gesellschaftlichen Tabuthemen und familiären Spannungen – typisch für das kreative Team um Berben und Regisseur Sönke Wortmann.

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Fazit:

Iris Berben bleibt auch nach gesundheitlichen Rückschlägen eine prägende Figur der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Ihre Leidenschaft, ihr Mut zur Veränderung und ihr politisches wie künstlerisches Engagement machen sie zu einer der bemerkenswertesten Persönlichkeiten der Gegenwart.

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