Désirée Nosbusch krank – Schmerz, Mut und ein Neubeginn
Désirée Nosbusch: Zwischen Schmerz, Mut und Neubeginn

Der Kampf mit der Trennung
Die luxemburgische Schauspielerin und Regisseurin Désirée Nosbusch spricht offen über die schmerzhafte Trennung von ihren in den USA geborenen Kindern Luka und Noah-Lennon.
„Es ist extrem schwierig“, gesteht sie. „Ich vermisse meine Kinder sehr, und durch sie erkenne ich, was diese Generation antreibt.“
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Amerika – Ein Ort der Gegensätze
Nach vielen Jahren zwischen Europa und den Vereinigten Staaten zeigt sich Nosbusch ernüchtert über die gesellschaftlichen Zustände in Los Angeles.
„Ich war schockiert über die Gewalt und die Obdachlosigkeit“, sagt sie. „Die Straße, auf der ich früher zum Supermarkt fuhr, führt heute an Zeltstädten vorbei.“
Auch das Gesundheitssystem steht in ihrer Kritik: „Wir leben in einer Situation, in der man es sich kaum leisten kann, krank zu werden.“

Künstlerischer Aufbruch
Trotz persönlicher Belastungen bleibt Nosbusch künstlerisch aktiv. Ihre Rolle als Strafverteidigerin im ZDF-Thriller „Conti – Meine zwei Gesichter“ markiert einen neuen Höhepunkt ihrer Karriere.
Darüber hinaus arbeitet sie an ihrem Regiedebüt „Poison“, das sie auf internationalen Filmfestivals wie Venedig oder Toronto präsentieren möchte.
Das Schweigen über den Missbrauch
In ihrem neuen Buch spricht Désirée Nosbusch erstmals offen über die traumatischen Jahre mit Georg Bossert, ihrem damaligen Mentor.
„Er hat mich vergewaltigt“, schreibt sie. „Ich wusste nicht, was Liebe war, und musste es auf schmerzvolle Weise lernen.“
Mit dieser Offenheit möchte sie anderen Mut machen: „Wenn diese Zeilen auch nur einer jungen Frau helfen, hat es sich gelohnt.“
Befreiung und Selbstfindung
Neun Jahre lebte sie in dieser zerstörerischen Beziehung, bevor sie sich befreien konnte. „Wenn ich daran denke, schnürt es mir die Kehle zu“, erzählt sie.
Ihr Schweigen sei aus Scham und dem Wunsch entstanden, ihre Eltern zu schützen – während die Branche wegsah. Erst 1990 gelang ihr die endgültige Befreiung.
Liebe nach dem Dunkel
Nach mehreren gescheiterten Beziehungen fand Nosbusch ihr Glück in Tom Bierbaumer, Kameramann und langjähriger Freund.
2017 lernten sie sich durch ein Interview erneut kennen – ein Jahr später heirateten sie in Oderzo in Italien. „Tom kümmert sich um mich, um uns und unser Glück“, sagt sie. „So etwas habe ich vorher nie erlebt.“
Erfolg als Schauspielerin
Mit ihrer Rolle als Christelle Leblanc in der preisgekrönten Serie „Bad Banks“ gewann sie 2019 den Grimme-Preis.
In der RTL-Neuverfilmung von „Sisi“ beeindruckte sie erneut als Mutter der Kaiserin – eine weitere Bestätigung ihres großen Talents.

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Ein Leben voller Stärke
Désirée Nosbusch ist mehr als eine Schauspielerin – sie ist eine Überlebende.
Ihre Geschichte erzählt von Mut, Schmerz, Versöhnung und der unerschütterlichen Kraft, nach jedem Sturz wieder aufzustehen.
