Bin Salman Vermögen: Wie reich ist der saudische Kronprinz heute

Mohammed Bin Salman Vermögen und Biografie

Wer ist Mohammed bin Salman?

Mohammed bin Salman Al Saud, häufig mit den Initialen MBS bezeichnet, gehört zu den einflussreichsten Persönlichkeiten Saudi-Arabiens. Er wurde am 31. August 1985 in Dschidda geboren und ist der Sohn von König Salman bin Abdulaziz Al Saud.

Seit Juni 2017 ist Mohammed bin Salman Kronprinz von Saudi-Arabien. Im September 2022 übernahm er zusätzlich das Amt des Ministerpräsidenten. Damit gehört er heute zu den wichtigsten Entscheidungsträgern des Landes und prägt sowohl die politische als auch die wirtschaftliche Entwicklung Saudi-Arabiens.

Sein Aufstieg steht zugleich für einen Generationenwechsel innerhalb des Hauses Saud. Nach der Gründung des modernen saudischen Staates im Jahr 1932 wurde die Herrschaft zunächst über mehrere Jahrzehnte von den Söhnen des Staatsgründers Abdulaziz Ibn Saud weitergegeben. Mohammed bin Salman gehört dagegen zur Generation der Enkel und steht damit für eine neue Phase der saudischen Thronfolge.

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Mohammed Bin Salman Vermögen

Wie hoch das persönliche Vermögen von Mohammed bin Salman tatsächlich ist, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Eine offiziell bestätigte Vermögensaufstellung gibt es nicht. In verschiedenen Schätzungen wird sein persönliches Vermögen häufig mit rund 10 Milliarden Euro angegeben.

Diese Zahl sollte allerdings als Schätzung verstanden werden und nicht als exakt belegter Kontostand. Die Vermögensverhältnisse der saudischen Königsfamilie sind sehr komplex. Hinzu kommt, dass das enorme Vermögen der Familie nicht mit dem persönlichen Besitz des Kronprinzen gleichgesetzt werden kann.

Saudi-Arabien verfügt durch seine Ölindustrie über gewaltige finanzielle Ressourcen. Gleichzeitig kontrolliert der Staat über verschiedene Institutionen und Beteiligungen Vermögenswerte in enormer Höhe. Deshalb ist es wichtig, zwischen dem persönlichen Vermögen von Mohammed bin Salman, dem Besitz der königlichen Familie und dem Vermögen staatlicher Einrichtungen zu unterscheiden.

Luxusimmobilien, Yacht und Kunst

Der Name Mohammed bin Salman wird seit Jahren mit außergewöhnlich teuren Luxusgütern in Verbindung gebracht.

Besonders bekannt wurde der Kauf der Superyacht Serene, deren Wert auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt wird. Auch das französische Anwesen Château Louis XIV nahe Versailles wird mit Mohammed bin Salman in Verbindung gebracht. Die luxuriöse Immobilie gilt als eine der teuersten privaten Residenzen der Welt.

Für großes Aufsehen sorgte außerdem das Gemälde Salvator Mundi von Leonardo da Vinci. Das Kunstwerk wurde 2017 für rund 450 Millionen US-Dollar versteigert und damit zu einem der teuersten jemals bei einer Auktion verkauften Kunstwerke. Als Eigentümer beziehungsweise Käufer wurde in Medienberichten Mohammed bin Salman beziehungsweise sein Umfeld genannt.

Solche Käufe haben wesentlich dazu beigetragen, dass der Kronprinz international als einer der reichsten politischen Akteure wahrgenommen wird.

Familie und Ausbildung

Mohammed bin Salman wurde in die saudische Königsfamilie hineingeboren. Sein Vater Salman bin Abdulaziz Al Saud war viele Jahre Gouverneur von Riad, bevor er 2015 König von Saudi-Arabien wurde.

Schon als Kind kam Mohammed bin Salman mit der Politik in Kontakt. Durch seinen Vater erhielt er früh Einblicke in staatliche Angelegenheiten und begleitete ihn bereits in jungen Jahren zu politischen Treffen.

Später studierte er an der King Saud University in Riad Rechtswissenschaften und erwarb einen Bachelorabschluss. Noch bevor seine politische Karriere ihren späteren Umfang erreichte, beschäftigte er sich außerdem mit geschäftlichen Aktivitäten und privaten Investitionen.

Zu seinen frühen wirtschaftlichen Interessen gehörten unter anderem Immobilien und verschiedene private Unternehmen. Diese Erfahrungen spielten später eine Rolle bei seiner Vorstellung davon, wie Saudi-Arabien wirtschaftlich unabhängiger vom Öl werden könnte.

Der schnelle Aufstieg in der Politik

Mohammed bin Salmans politische Karriere nahm während der Zeit seines Vaters als Gouverneur von Riad deutlich an Fahrt auf.

Bereits 2009 wurde er Berater seines Vaters und übernahm nach und nach weitere Aufgaben. 2014 wurde er zum Staatsminister ernannt und erhielt dadurch eine noch wichtigere Position innerhalb der saudischen Regierung.

Als sein Vater Salman im Januar 2015 König wurde, ernannte er seinen damals 29-jährigen Sohn zum Verteidigungsminister. Gleichzeitig wurde Mohammed bin Salman zu einer zentralen Figur am königlichen Hof und erhielt erheblichen Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen des Landes.

Im April 2015 wurde er zum stellvertretenden Kronprinzen und zweiten stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Im Juni 2017 folgte der entscheidende Schritt: König Salman machte Mohammed bin Salman zum Kronprinzen und damit zum direkten Nachfolger auf dem saudischen Thron.

Vision 2030 als wichtigstes Reformprojekt

Ein zentraler Bestandteil seiner politischen Arbeit ist die 2016 vorgestellte Vision 2030. Das langfristige Reformprogramm soll die saudische Wirtschaft grundlegend verändern und die Abhängigkeit vom Öl reduzieren.

Saudi-Arabien erwirtschaftet traditionell einen großen Teil seiner Einnahmen mit Erdöl. Mohammed bin Salman will deshalb neue Wirtschaftsbereiche entwickeln und internationale Investoren ins Land holen.

Dabei spielen unter anderem Tourismus, Unterhaltung, Technologie, Infrastruktur und neue Industrien eine wichtige Rolle. Auch die Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen und die Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt wurden im Rahmen der Reformen stärker in den Mittelpunkt gerückt.

Vision 2030 soll Saudi-Arabien langfristig zu einer stärker diversifizierten Volkswirtschaft machen.

NEOM und The Line

Zu den spektakulärsten Projekten im Zusammenhang mit Vision 2030 gehört NEOM im Nordwesten Saudi-Arabiens.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt dabei The Line, ein geplantes futuristisches Stadtprojekt. Die Vision sieht eine moderne urbane Umgebung vor, in der neue Konzepte für Mobilität, Energie und Stadtplanung umgesetzt werden sollen.

Das Projekt steht symbolisch für Mohammed bin Salmans Vorstellung von einem Saudi-Arabien, das wirtschaftlich und technologisch stärker auf die Zukunft ausgerichtet ist.

Gleichzeitig sind die enormen Kosten und die Größe der geplanten Projekte Gegenstand internationaler Diskussionen.

Der Kampf gegen Korruption

2017 leitete Mohammed bin Salman eine weitreichende Anti-Korruptionskampagne ein. Zahlreiche prominente Prinzen, Geschäftsleute und ehemalige Regierungsvertreter wurden festgenommen oder unter Hausarrest gestellt.

Viele der Betroffenen wurden im Ritz-Carlton-Hotel in Riad festgehalten. Die saudischen Behörden erklärten, dass es darum ging, Vermögen zurückzugewinnen, das durch Korruption und illegale Bereicherung entstanden sein soll.

Die Kampagne wurde international unterschiedlich bewertet. Während die saudische Führung sie als wichtigen Schritt gegen Korruption und zur Rückgewinnung staatlicher Gelder darstellte, kritisierten Beobachter die Vorgehensweise und die damit verbundene Konzentration politischer Macht.

Für Mohammed bin Salmans Aufstieg war die Kampagne dennoch ein entscheidender Moment.

Der Fall Jamal Khashoggi

Ein besonders kontroverses Kapitel seiner Karriere ist der Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi.

Khashoggi betrat am 2. Oktober 2018 das saudische Konsulat in Istanbul und wurde dort getötet. Sein Tod löste weltweit große Empörung und umfangreiche Untersuchungen aus.

Die saudische Regierung bestätigte später, dass Khashoggi im Konsulat getötet worden war. Internationale Ermittlungen und Geheimdienstbewertungen beschäftigten sich anschließend mit der Verantwortung hochrangiger saudischer Vertreter.

Mohammed bin Salman wurde im Zusammenhang mit dem Fall international stark kritisiert. Er selbst bestritt, die Tötung persönlich angeordnet zu haben.

Der Fall gehört bis heute zu den umstrittensten Ereignissen, die mit seiner politischen Karriere verbunden werden.

Mohammed bin Salman als Ministerpräsident

Im September 2022 ernannte König Salman seinen Sohn zum Ministerpräsidenten von Saudi-Arabien. Zuvor hatte Mohammed bin Salman bereits das Amt des stellvertretenden Ministerpräsidenten inne.

Mit der zusätzlichen Funktion als Regierungschef wurde seine zentrale Stellung innerhalb des politischen Systems Saudi-Arabiens noch deutlicher.

Als Kronprinz und Ministerpräsident steht er heute im Mittelpunkt wichtiger Entscheidungen zur Wirtschaft, Innenpolitik, Sicherheit und internationalen Zusammenarbeit des Landes.

Unter seiner Führung wurden außerdem verschiedene gesellschaftliche Veränderungen vorangetrieben. Dazu gehören der Ausbau von Unterhaltung und Tourismus sowie neue Möglichkeiten für Frauen im Berufsleben.

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Ein Kronprinz mit enormem Einfluss

Mohammed bin Salman hat Saudi-Arabien innerhalb weniger Jahre stark geprägt. Seine Vision 2030, die geplanten Großprojekte und die wirtschaftliche Öffnung des Landes haben ihm international große Aufmerksamkeit verschafft.

Gleichzeitig ist seine politische Karriere von Kontroversen begleitet, insbesondere wegen der Anti-Korruptionskampagne und des Falls Jamal Khashoggi. Dadurch wird seine Rolle international sowohl unter wirtschaftlichen als auch unter politischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten diskutiert.

Beim Thema Mohammed Bin Salman Vermögen sollte jedoch zwischen seinem persönlichen Besitz und dem riesigen Vermögen der saudischen Königsfamilie beziehungsweise staatlicher Einrichtungen unterschieden werden.

Die häufig genannte Schätzung von etwa 10 Milliarden Euro kann deshalb nur als grobe Orientierung dienen. Sein tatsächliches persönliches Vermögen ist öffentlich nicht eindeutig feststellbar. Sicher ist jedoch, dass Mohammed bin Salman heute über außergewöhnlich großen politischen und wirtschaftlichen Einfluss verfügt und eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Entwicklung Saudi-Arabiens spielt.

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