Inga Gehricke Eltern getrennt: Die Wahrheit hinter dem Verschwinden

Inga Gehricke – Das Rätsel um das verschwundene Mädchen aus Stendal
Ein Tag, der das Leben einer Familie zerstörte
Am 2. Mai 2015 wollten Victoria und Jens-Uwe Gehricke mit ihren vier Kindern und Freunden einen unbeschwerten Nachmittag auf dem Wilhelmshof bei Stendal verbringen. Nur wenige Minuten später verschwand ihre fünfjährige Tochter Inga spurlos – ein Vorfall, der bis heute Fragen aufwirft und Deutschland bewegt.
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Die unterschiedlichen Wege der Eltern
Während die Jahre vergingen, lernten beide Eltern auf ihre Weise, mit dem Schmerz zu leben. In einem Gespräch mit dem Magazin Stern sagte Mutter Victoria: „Mein Gefühl sagt mir, dass sie noch lebt.“
Vater Jens-Uwe hingegen kämpft mit dem Glauben an ein gutes Ende: „Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass sie zurückkommt – aber ich habe fast kein Vertrauen mehr, dass sie lebend zu uns findet.“
Trotz dieser unterschiedlichen Gefühle verbindet sie ein gemeinsames Ziel: die Wahrheit herauszufinden.

Eine beispiellose Suche ohne Ergebnis
Unmittelbar nach Ingas Verschwinden begann eine der größten Suchaktionen der jüngeren deutschen Geschichte. Mehr als 1.800 Einsatzkräfte, Spürhunde und Hubschrauber durchkämmten das 3.500 Hektar große Waldgebiet rund um den Wilhelmshof. Rund 2.000 Spuren wurden überprüft – keine führte zum Erfolg.
Sogar eine mögliche Verbindung zu Christian B., dem Verdächtigen im Fall Madeleine McCann, wurde geprüft. Doch auch diese Spur verlief im Sande. Das Schicksal von Inga bleibt bis heute ungeklärt.
Eine Mutter, die niemals aufgibt
Victoria Gehricke hat die Hoffnung nicht verloren. Über ihre Website inga-suche.de bittet sie weiterhin die Öffentlichkeit um Hinweise. „Bitte melden Sie sich, wenn Ihnen etwas aufgefallen ist – selbst das kleinste Detail kann wichtig sein“, schreibt sie dort.
Sie vermutet, dass jemand aus dem Umfeld des Wilhelmshofs mehr weiß, als er zugibt: „Das konnte nur jemand tun, der sich dort auskennt“, sagte sie in einem Interview mit Tag24.

Kritik an den Ermittlungen und neue Hoffnung
Acht Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens prüfen die Behörden erneut die Akten. Die Anwältinnen Petra Küllmei und Steffen Tzschoppe, die die Familie ehrenamtlich vertreten, kritisieren die damaligen Ermittlungen als zu langsam und unvollständig. Beide fordern ein völlig neues Ermittlerteam, das mit modernen Methoden jede Spur überprüft.
Victoria Gehricke sagte dazu: „Ich wünsche mir, dass man den Fall noch einmal ganz von vorne betrachtet – Schritt für Schritt, ohne etwas auszulassen.“
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Das offene Ende
Bis heute gibt es keinen Hinweis auf Ingas Verbleib. Für ihre Mutter vergeht kein Tag ohne den Gedanken an ihre Tochter. „Ich habe nie geglaubt, dass sie tot ist“, sagt sie. „Solange ich atme, werde ich die Hoffnung nicht aufgeben.“
