Charles M Huber krank: Leben, Karriere und Engagement des Schauspielers

Charles M. Huber – Leben, Karriere und Engagement

Frühes Leben und Ausbildung

Charles Muhamed Huber wurde am 3. Dezember 1956 in München als Karl-Heinz Huber geboren. Sein Vater war der senegalesische Diplomat Jean-Pierre Faye, Neffe des ersten Präsidenten Senegals und bekannten Dichters Léopold Sédar Senghor. Seine Mutter, Olga Huber, war Deutsche. Einen Großteil seiner Kindheit verbrachte Huber bei seiner Großmutter in Großköllnbach, später zog er zurück nach München. Seinen Vater lernte er erst im Alter von 28 Jahren kennen.

Nach dem Abitur absolvierte Huber eine Ausbildung zum Zahntechniker und leistete Zivildienst, bevor er seine vielseitige Karriere in Schauspiel, Politik und Philanthropie begann.

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Schauspielkarriere

Durchbruch

Huber begann seine Schauspielkarriere im Münchner Untergrundtheater und nahm den Künstlernamen Charles Muhamed zu Ehren von Muhammad Ali an. 1986 erhielt er die Hauptrolle des Polizeikommissars Henry Johnson in der deutschen Krimiserie Der Alte. Damit wurde er der erste Schauspieler afrikanischer Abstammung in einer führenden Rolle außerhalb der USA. Er blieb bis 1997 Teil der Serie, die in über 120 Ländern ausgestrahlt wurde.

Film und Bühne

Neben Fernsehrollen spielte Huber in Filmen wie Kehraus, Hit, Kolp, Enemy Mine und Erkan & Stefan. 1996 wirkte er im Hollywood-Film Skyscraper mit Anna Nicole Smith mit. Auf der Bühne gab er 2004 sein Broadway-Debüt in Miss Daisy and Her Chauffeur und 2009 in der Musical-Adaption von Mandela.


Philanthropie und Engagement für Afrika

Africa Direkt e.V.

2002 gründete Huber den gemeinnützigen Verein Africa Direkt e.V., der senegalesische Jugendliche, bedürftige Menschen und Kreative unterstützt. Der Verein ermöglicht auch deutschen Jugendlichen und Kindern aus benachteiligten Verhältnissen den Aufenthalt in Senegal.

Afrikanische Projekte

1996 arbeitete Huber als Tourismusberater in Äthiopien und gestaltete zusammen mit seiner Frau Shobha den äthiopischen Pavillon für die Expo 2000 in Hannover. Seit 2000 ist er Berater für die UN-Organisationen und deutsche Bundesministerien im afrikanischen Entwicklungsbereich. 2019 übergab er dem Bildungsministerium in Senegal eine von ihm gebaute Schule für 1.000 Schüler und plant, während seines Aufenthalts die Sprache Wolof zu lernen.


Politische Laufbahn

Bundestag

2013 wurde Huber als CDU-Abgeordneter in den Bundestag gewählt und vertrat den hessischen Wahlkreis. Er war Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und zuständig als Berichterstatter für West- und Zentralafrika, Rohstoffe und den illegalen Drogenhandel.

Internationale Beziehungen

Huber leitete die Parlamentarische Freundschaftsgruppe für englisch-, portugiesisch- und frankophonen afrikanischen Staaten sowie für Mittelamerika. 2016 begleitete er Bundespräsident Joachim Gauck nach Nigeria und Mali und traf dort mit den Präsidenten Muhammadu Buhari und Ibrahim Boubacar Keïta zusammen.

Er kündigte 2016 an, bei der Bundestagswahl 2017 nicht erneut anzutreten und sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.

Mehr über das Leben von Prominenten erfahren, Urs Kalecinski


Privatleben

Huber hat vier Kinder aus früheren Beziehungen. 2018 zog er in den Senegal, in die Nähe von M’bour, wo er seit 2004 Eigentum besitzt. 2022 kehrte er zeitweise nach Deutschland zurück.

Er hielt zahlreiche Vorträge über Migration, afrikanische Kultur und Energiepolitik an renommierten Universitäten wie Harvard, Harvard Law School, Howard University, Technischer Universität Berlin, Universität Costa Rica, Andrés Bello Universität und Universität Panama.

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