Helena Wisbert Alter – Expertin für Automobilwirtschaft und Forschung

Helena Wisbert – Eine Visionärin der Automobilwissenschaft

Von Volkswagen zur Hochschule: Ein Lebensweg im Zeichen der Mobilität

Prof. Dr. Helena Sophie Wisbert, eine ausgewiesene Expertin für Automobilökonomie, trat zum Sommersemester 2022 der Wirtschaftsabteilung bei. Ihre Laufbahn vereint wissenschaftliche Expertise mit praktischer Branchenerfahrung. Schon während ihres Studiums und ihrer Promotion arbeitete sie beim Volkswagen-Konzern und begleitete dort den strategischen Wandel hin zur Elektromobilität und Digitalisierung.

Während ihrer Zeit bei Škoda war sie maßgeblich an der Markteinführung der ersten Elektrofahrzeuge in Deutschland beteiligt. Diese praxisnahen Erfahrungen bilden heute die Grundlage ihres Unterrichts: theoretische Konzepte werden stets durch reale Beispiele ergänzt.

Mehr über das Leben von Prominenten erfahren, Maike Tschorn Torsten Tschorn

Faszination Automobil und die Freiheit der Bewegung

Was sie an der Automobilbranche begeistert, ist die Verbindung von wirtschaftlicher Relevanz, technologischem Fortschritt und individueller Freiheit. „Die Möglichkeit, jederzeit loszufahren, ist einer der größten Luxusgüter unserer Zeit“, sagt Wisbert.
Gleichzeitig sieht sie die Branche an einem Wendepunkt: Neue Mobilitätskonzepte, digitale Ökosysteme und verändertes Konsumverhalten prägen die Zukunft.

Ihr Ziel als Pädagogin ist es, Studierende zu befähigen, diese Veränderungen kritisch zu bewerten und innovative Lösungen zu entwickeln. Besonders interessiert sie sich für Themen wie Ridesharing, Car-Abonnements und die Integration digitaler Plattformen in Geschäftsmodelle.

Akademische Wurzeln und berufliche Stationen

Geboren in Neuss, studierte Wisbert Betriebswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und promovierte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) im Fach Automobilökonomie.

Nach Stationen bei Volkswagen in Wolfsburg und Škoda in Tschechien wechselte sie 2018 zur FOM Hochschule in Düsseldorf, wo sie heute als Professorin für Betriebswirtschaftslehre lehrt. Seit August 2022 leitet sie gemeinsam mit Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer das renommierte Center for Automotive Research (CAR) in Duisburg.

Die Zukunft der Mobilität

Laut Wisbert steht die Automobilindustrie vor einem grundlegenden Wandel. Alternative Antriebe, Fahrzeugdigitalisierung und autonomes Fahren verändern die Branche stärker als je zuvor. Das klassische Besitzmodell verliert an Bedeutung, während „Mobility as a Service“ – also Carsharing, Bike-Sharing oder Auto-Abos – in Großstädten zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die größte Herausforderung sieht sie in der wirtschaftlichen Tragfähigkeit dieser neuen Geschäftsmodelle. Trotz anfänglicher Euphorie mussten selbst große Hersteller wie BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen ihre Carsharing-Projekte neu bewerten.

Software – Das Herz des modernen Autos

Das Fahrzeug der Zukunft ist softwaregesteuert. In modernen Autos befinden sich mittlerweile über 100 Millionen Codezeilen – ein Vielfaches dessen, was selbst in einem Flugzeug steckt. Für Wisbert ist klar: „Software ist der neue Motor der Automobilindustrie.“
Sie ermöglicht nicht nur regelmäßige Updates, sondern auch eine stetige Weiterentwicklung der Fahrzeuge.

Mehr über das Leben von Prominenten erfahren, Alwara Höfels Ehemann

Globale Perspektive und der Blick nach China

Auch international beobachtet Wisbert die Entwicklung genau. Besonders China habe sich zu einem Schlüsselfaktor der Automobilwirtschaft entwickelt: Rund 20 Millionen Fahrzeuge werden dort jährlich verkauft. Marken wie BYD treten zunehmend als ernsthafte Konkurrenten von Tesla auf.

Trotz globaler Lieferengpässe und steigender Inflation bleibt sie optimistisch: „Die deutsche Automobilindustrie hat schon viele Krisen gemeistert. Entscheidend ist, wer bereit ist, sich neu zu erfinden und den Wandel aktiv mitzugestalten.“

Similar Posts

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *